Die erste Generation: C117 (2013–2019)
Der C117 CLA war ein Verkaufsschlager, wurde aber oft für seine harte Federung und die im Vergleich zu größeren Mercedes-Modellen günstigere Innenraumhaptik kritisiert. Mechanisch ist er solide, aber die frühen Doppelkupplungsgetriebe (DCT) können im Stadtverkehr zum Ruckeln neigen.
Ein häufiges Problem bei dieser Generation sind Klappergeräusche aus dem Armaturenbrett und den Türverkleidungen. Auch die Sicht nach hinten ist bauartbedingt schlecht, weshalb eine Rückfahrkamera bei gebrauchten Modellen fast schon ein Muss ist.
- Achten Sie auf Getriebe-Ruckler beim Anfahren.
- Prüfen Sie die Radläufe und den Unterboden auf Aufsetzspuren (geringe Bodenfreiheit).
- Kontrollieren Sie die Funktion der rahmenlosen Seitenscheiben (Dichtigkeit).
Die zweite Generation: C118 (2019–Heute)
Der aktuelle CLA (C118) hat bei der Materialqualität im Innenraum und bei der Technologie (MBUX) einen riesigen Sprung gemacht. Er fühlt sich deutlich mehr wie ein 'echter' Mercedes an. Allerdings bedeutet die komplexe Elektronik auch ein höheres Potenzial für Software-Fehler.
Die Motorenpalette ist effizient, aber die stärkeren Vierzylinder (CLA 250) können bei hohen Laufleistungen Probleme mit den Zündspulen oder dem Thermostatgehäuse entwickeln. Insgesamt ist die Zuverlässigkeit bisher jedoch überdurchschnittlich.
- Testen Sie das MBUX-System auf Reaktionsgeschwindigkeit und Updates.
- Achten Sie auf Windgeräusche an den A-Säulen bei Autobahntempo.
- Prüfen Sie die Ambientebeleuchtung auf Pixelfehler oder Ausfälle.
Mechanische Schwerpunkte
Sowohl der C117 als auch der C118 teilen sich Plattformen mit der A-Klasse, was bedeutet, dass Ersatzteile (außer Karosserieteile) relativ erschwinglich sind. Dennoch sollte man bei der Wartung des Getriebes keine Kompromisse machen.
- Getriebeölwechsel: Alle 60.000 - 80.000 km zwingend erforderlich.
- Bremsen: Aufgrund des Gewichts und der sportlichen Abstimmung hoher Verschleiß.
- Reifen: Achten Sie auf Sägezahnbildung an der Hinterachse.

