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18. Feb. 202613 Min. Lesezeit

Mercedes-Benz GLS Gebrauchtwagen-Guide: Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

Ein schwarzer Mercedes-Benz GLS auf einer verschneiten Straße, der Kraft und Luxus zeigt

Der Mercedes-Benz GLS ist die 'S-Klasse unter den SUVs' und bietet unvergleichlichen Luxus, Platz für sieben Erwachsene und immense Zugkraft. Doch dieser Luxus hat seinen Preis – besonders auf dem Gebrauchtmarkt. Die Komplexität seiner Systeme bedeutet, dass Wartungsstau schnell zu fünfstelligen Reparaturrechnungen führen kann. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Fallstricke bei der X166- und X167-Generation zu umgehen.

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Die zweite Generation: X166 (2013–2019)

Ursprünglich als GL-Klasse gestartet und 2016 in GLS umbenannt, ist die X166-Generation ein massiver, unglaublich komfortabler Cruiser. Allerdings erreicht sie nun ein Alter, in dem teure Komponenten wie die Airmatic-Luftfederung und die Turbolader Aufmerksamkeit benötigen.

Die Diesel-Modelle (GLS 350d) sind wegen ihres Drehmoments beliebt, leiden aber oft unter komplexen AdBlue-Systemfehlern und undichten Ölkühler-Dichtungen. Die V8-Benziner sind laufruhiger, aber extrem durstig und können bei vernachlässigten Ölwechseln Probleme mit der Steuerkette entwickeln.

  • Prüfen Sie, ob der Kompressor der Luftfederung laut arbeitet oder das Heck absinkt.
  • Achten Sie auf Getriebe-Ruckler beim Herunterschalten (Software oder Ventilblock).
  • Kontrollieren Sie die Abläufe des Schiebedachs, um Elektronikschäden zu vermeiden.

Die moderne Generation: X167 (2020–Heute)

Der aktuelle GLS ist ein technologisches Wunderwerk, bringt aber auch neue Probleme mit sich. Besonders das 48V-Bordsystem ('Mild Hybrid') hat bei frühen Modellen für Totalausfälle gesorgt, die oft ein Abschleppen zum Händler erforderten.

Das Interieur ist deutlich moderner, kann aber zu Knistergeräuschen neigen, was bei einem Fahrzeug dieser Preisklasse enttäuschend ist. Mechanisch sind die neuen Reihensechszylinder-Diesel (OM 656) hervorragend, aber achten Sie auf Rückrufe im Zusammenhang mit der Kraftstoffpumpe.

  • Vergewissern Sie sich, dass alle 48V-System-Updates durchgeführt wurden.
  • Testen Sie das MBUX-Infotainment auf Abstürze oder langsames Ansprechen.
  • Prüfen Sie die Reifen auf ungleichmäßigen Verschleiß (häufig bei Allrad-Modellen).

Das Airmatic-Dilemma

Nahezu jeder GLS ist mit der Airmatic-Luftfederung ausgestattet. Es ist kein Geheimnis, dass die Federbälge nach 6–8 Jahren spröde werden. Ein Originalersatz bei Mercedes kann pro Achse mehrere tausend Euro kosten. Wenn Sie einen gebrauchten GLS besichtigen, lassen Sie ihn 20 Minuten stehen; wenn er sichtlich absinkt, ist das System undicht.

  • Luftbälge: Alle 120.000 km auf Risse prüfen.
  • Niveausensoren: Korrosion an den Gestängen führt zu Fehlermeldungen.
  • Kompressor: Ein Dauerlauf deutet auf ein Leck im System hin.

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