Der digitale Innenraum: MBUX und Elektronik
Das Herzstück der W177 A-Klasse ist das MBUX-Infotainment-System. Es ist optisch beeindruckend, war aber besonders in den ersten beiden Produktionsjahren (2018-2019) anfällig für Software-Abstürze, schwarze Bildschirme und fehlerhafte Sprachsteuerung.
Prüfen Sie bei einer Probefahrt unbedingt, ob alle Touch-Funktionen am Lenkrad und auf dem Display flüssig reagieren. Ein Austausch der Display-Einheit außerhalb der Garantie kann mehrere tausend Euro kosten.
- Achten Sie auf Pixelfehler in den großen Glasdisplays.
- Prüfen Sie, ob das Smartphone-Interface (CarPlay/Android Auto) stabil läuft.
- Testen Sie das Touchpad in der Mittelkonsole auf haptisches Feedback.
Antrieb und Motoren: Die Renault-Kooperation
Viele Käufer sind überrascht zu erfahren, dass der 1,33-Liter-Benziner im A180 und A200 (M282) in Kooperation mit Renault entwickelt wurde. Er ist ein sparsamer Motor, kann aber im Kaltstart etwas rau klingen. Die größeren 2,0-Liter-Motoren (A220/A250) sind reine Mercedes-Entwicklungen und bieten mehr Souveränität.
Die Dieselmodelle (A180d/A200d/A220d) sind exzellente Langstreckenläufer. Achten Sie bei Fahrzeugen mit hoher Laufleistung auf den Zustand des Partikelfilters und Anzeichen von Undichtigkeiten am Abgaskrümmer.
- Vermeiden Sie Fahrzeuge mit lückenhaftem Ölwechsel-Nachweis beim M282 Motor.
- Das 7G-DCT Getriebe sollte sanft und ohne Ruckeln schalten.
- Prüfen Sie bei Hybrid-Modellen (A250e) die Ladeports auf Korrosion.
Verarbeitung und Karosserie
Obwohl Mercedes ein Premium-Hersteller ist, gibt es Berichte über Knister- und Knarzgeräusche im Bereich der Lüftungsdüsen und der Türverkleidungen bei frühen W177-Modellen. Auch die Windgeräusche ab 130 km/h können bei manchen Fahrzeugen aufgrund schlecht sitzender Türdichtungen überdurchschnittlich hoch sein.
- Drücken Sie leicht gegen die Mittelkonsole, um auf Knarzgeräusche zu prüfen.
- Kontrollieren Sie die Spaltmaße an der Motorhaube und den Scheinwerfern.
- Achten Sie auf Feuchtigkeit in den Rückleuchten.

